Das Franzosenkreuz Birkenau

Es handelt sich um ein grob behauenes Kreuz inmitten eines Steinkreises im Wald bei Birkenau. Die Überlieferung besagt, dass es sich bei dem so genannten „Franzosenkreuz“ bei Birkenau um ein Sühnekreuz für einen französischen Offizier handeln soll, der von einem Bauern erschlagen wurde. Aber es wird auch erwähnt, dass die frühesten Franzoseneinfälle im Jahr 1673 erfolgten, das Kreuz jedoch älter ist – möglicherweise aus dem 15./16. Jahrhundert stammt. Einen urkundlichen Nachweis über den Grund der Setzung dieses Kreuzes gibt gemäß dieser Beschreibung nicht. Und noch eine wichtige Information finden wir dort: „Das Kreuz wurde im Rahmen von Wegarbeiten um einige Meter versetzt“. Doch wurde es dabei „zufällig“ in den Steinkreis versetzt oder wussten die Arbeiter vielleicht von dem Kraftort? Wollte man den heidnischen Kultort durch die Versetzung des Kreuzes nachträglich christianisieren? 

Die Rute riss es mir direkt am Kreuz fast aus der Hand, egal aus welcher Richtung ich kam. Nun wissen wir natürlich auch nicht, ob der Steinkreis auch erst bei diesen Bauarbeiten gesetzt wurde, aber er hatte offenbar Wirkung. In seinem Zentrum scheint sich ein wahrer Kraftort zu befinden.

Uns war unwohl und wir überlegten, was das für ein Platz ist. Ist es ein alter Kultplatz, in den die Arbeiter das Kreuz gestellt hatten, und zwar genau in die Mitte? Auch von diesem Punkt gehen Kräfte aus, welche die GPS-Anzeigen beeinflussen, wie wir bei unseren Messungen feststellen konnten. Dass das seltsame Verhalten bei der Höhenangabe ein „ganz normaler“ Fehler ist, halten wir für unwahrscheinlich, denn dagegen spricht die Tatsache, dass es bevorzugt an solch besonderen Orten auftritt. Wir hatten es ja erst im Sommer des Jahres in der Achatiuskapelle in Grünsfeldhausen erlebt und auch dort war der längere Aufenthalt mit unangenehmen Auswirkungen auf unser körperliches Befinden verbunden. 

 

Von Werner Betz